Fast jeder hat das Phänomen schon erlebt, Geräusche wahrzunehmen, die andere nicht hören können: Lautes Pfeifen, Rauschen oder einen schrillen Ton. Das kann ganz schön nervig sein. Doch bei den meisten gehen die Geräusche nach wenigen Minuten wieder weg. Bei einigen Menschen wird der Lärm jedoch zum ständigen Begleiter. Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland sind vom Tinnitus betroffen. Die Krankheit kann zu einer starken Belastung des Alltags werden. Doch zum Glück gibt es einige Therapiemöglichkeiten, die den Dauerlärm mildern können.
Ursachen für Tinnitus
Eine häufige Ursache für Tinnitus ist eine Dysbalance in der Nacken- oder der Schultermuskulatur. Außerdem kann eine überdurchschnittliche Spannung der Kaumuskulatur den Dauerton hervorrufen, da dadurch ein erhöhter Druck auf das Kiefergelenk ausgeübt wird. Dieser macht sich als Tinnitus bemerkbar. In diesem Fällen kann eine pulsierende Signaltherapie (kurz PST) helfen. Diese wurde seit 1996 an mehr als 200.000 Patienten in Deutschland angewendet. Bei dieser Tinnitus Therapie werden pulsierende elektrische Signale durch das Ohr geleitet, wodurch autoregenerative Prozesse stimuliert werden. Für das Verfahren ist kein körperlicher Eingriff notwendig. Es ist völlig schmerzfrei. Die Therapiedauer erstreckt sich in der Regel auf zwölf aufeinander folgenden Tagen und wird je eine Stunde durchgeführt.

1. Juni 2011
